Mittwoch, 29. April 2015

Isaac von Sinclair: An Hegel

Siegfried Schmidt, den du als meinen und Hölderlins Freund kennen wirst, und den ich wirklich für eines der ersten poetischen Talente halte, lebt jetzt dort in großer Dürftigkeit ...

Von Hölderlin weiß ich auch nichts, als dass ihn Dr. Autenried zu Tübingen in der Kur hat. Mit welchem Erfolg weiß ich nicht. In Seckendorfs Taschenbuch stehen aber einige Sachen von ihm, in seinem jetzigen Zustand verfertigt, die ich aber für unvergleichlich ansehe, und die Fr. Schlegel und Tieck, die ich voriges Jahr darüber sprach, für das höchste in ihrer Art in der ganzen modernen Poesie erklärten. Wollte Gott, alle diese abscheulichen Schicksale wären einmal vorüber.

(Brief vom 23. Mai 1807, zitiert aus: Knaupp [Hg.], Hölderlin. Sämtliche Werke und Briefe)

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