Vnd hatt der btrugk sein schein verlorn,
Vnd acht nit fürter lugen meer.
Ja sag ich, Wahrheit was vertruckt,
ist wider nun härfür geruckt.
Des solt man billich gnyessen lon
Die darzů haben arbeit gthon.
Dann vilen es zů nutz erscheüßt,
wiewol es manchen auch verdreüßt.
Die faulen pfaffen lobents nit.
Darumb ich yeden frommen bitt,
das er gemeynen nutz bedenck,
vnd ker sich nit an loße schwenck.
Es ist doch ye ein Bapst nit gott,
Ach fromme Teütschen halt ein rat,
dasß nit geeh wider hindersich.
Mit trewen habs gefordert ich,
vnd bger des anders keinen gnyesß.
Dann wo mir gschäh des halb verdryesß,
So will ich auch geloben, das
das sol mir bitten ab kein man.
Auch schafft zůstillen mich kein wer,
kein bann, kein acht, wie vast vnd seer
man mich darmit zůschrecken meynt.
Wiewol mein fromme můtter weynt
do ich die sach hett gfangen an.
Gott wöll sye trösten, es můsß gan,
wils Gott, so mags nit werden gwend,
darumb wil brauchen füß vnd hend.
(Vorwort an den Leser des 1521 erschienenen Büchleins)
ZUM GEBURTSTAG DES SCHRIFTSTELLERS
Über den Autor (1488-1523)
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