Vaterunser,
Deutschland ist unser.
Der du im Himmel bist
Und die Mächtigen schlugst in kurzer Frist,
Geheiliget werde dein Nam',
Dass der Fürstenbund an Händen und Füßen lahm.
Zu uns komme dein Reich,
Denn vor dir sind Hohe und Niedere gleich,
Dein Wille geschehe wie Himmel also auch auf Erden,
Dann müssen wir bald ein freies und einiges Volk werden.
Gib uns heute unser täglich Brot
Und Waffen, dann hat es keine Not.
Vergib uns unsre Schulden,
Unser langes Harren und Dulden;
Wie wir vergeben unsern Schuldigern,
Sobald wir sie los sind, die hohen Herrn.
Und in Versuchung führe uns nicht,
Dass man uns keine neuen Ketten flicht.
Erlöse uns von allem Übel deswegen,
Wir wollen gern selbst die Hände dabei regen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit,
Und wir sind für unsre Freiheit zu leben und zu sterben bereit,
In Ewigkeit. – Amen.
(Gedicht aus dem Revolutionsjahr 1848)
ZUM TODESJAHR DES SCHRIFTSTELLERS
Über den Autor (1821-1894)
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